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Spielwaren: Marktvolumen steigt um 6,8 Prozent

Die Spielwarenbranche konnte 2014 ein Plus von 6,8 Prozent verbuchen. Der Fachhandel verzeichnete knapp 48 Prozent des Umsatzes. Internet-Pure-Player und der LEH konnten seit 2008 Marktanteile gewinnen.

Details liefert der „IFH-Branchenfokus Spielwaren 2015“.  Angekurbelt wurde die Nachfrage unter anderem durch die zunehmende Integration von Technik in klassische Spielwaren – zum Beispiel Brettspiele – sowie durch Trends zu mehr Kreativität und Nachhaltigkeit.

Starker Fachhandel
Die Distribution des Marktes ist nach wie vor vom spezialisierten Fachhandel geprägt. Zuletzt musste der kleinbetriebliche Handel allerdings leichte Einbußen von Marktanteilen hinnehmen. Dennoch konnten kleine Fachhändler im vergangenen Jahr 26,4 Prozent des Gesamtumsatzes mit Spielwaren für sich verbuchen. Fachhändler und Fachmärkte realisierten 2014 gemeinsam knapp 48 Prozent des Spielwarenumsatzes. Insbesondere der steigende Beratungsbedarf der Konsumenten, der durch Qualitätsskandale und bildungspolitische Diskussionen gefördert wird, eröffnet dem Fachhandel künftig Chancen.

150616_VertriebswegeSpielwaren2008und2014

 

Internet-Pure-Player mit hohen Wachstumsraten
Doch andere Anbieter holen auf. So konnten vor allem Internet-Pure-Player hohe Wachstumsraten verzeichnen. Im vergangenen Jahr erreichten die reinen Online-Händler einen Marktanteil von 13,3 Prozent – das entspricht einer Steigerung um fast zehn Prozentpunkte innerhalb der letzten sechs Jahre. „Beim Online-Kauf von Spielwaren ist gerade für Eltern Convenience wichtig. Der sogenannte Quengel-Faktor spielt beim Online-Shopping keine Rolle. Wir gehen davon aus, dass die Online-Umsätze mit Spielwaren – wie in anderen Branchen auch – zukünftig weiter steigen“, prognostiziert Hansjürgen Heinick, Senior Consultant und Branchenexperte am IFH Köln.

 

Discounter beliebt bei jungen Eltern

Der Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) – dazu zählen Supermärkte, SB-Warenhäuser und Discounter – konnte seit 2008 ebenfalls Marktanteile gewinnen. Dies liegt insbesondere am starken Wachstum der Discounter. Die zunehmende Verschiebung in Richtung Non-Food-Sortiment und Aktionsware im LEH schafft Platz für verschiedenste Sortimentsbereiche. So wird die Frequenz junger Eltern von klassischen Supermärkten und Discountern immer häufiger genutzt, um Spielwaren anzubieten.

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