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Einfach mobil

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Immer mehr Einzelhändler stellen sich auf neue Bezahlmethoden ein. (C) A. Marciniec/Fotolia

Berlin wird zur Hauptstadt des Mobile Payments: Unter der Leitung von GS1 ist die bundesweit größte Initiative fürs Bezahlen mit dem Smartphone gestartet. Handelskonzerne und Telekommunikationsanbieter setzen dabei auf eine Technologie: NFC.

Smartphones stecken zwar in (fast) jedermanns Tasche, aber eine naheliegende Funktion der Alleskönner wird bisher noch eher sporadisch genutzt: die digitale Geldbörse. Mit dem Projekt „NFC City Berlin“ soll nun die Wende kommen. Hinter dem Kürzel NFC verbirgt sich die Technologie, mit der die Daten zwischen den Kassen und den Handys übertragen werden: Near Field Communication, ein Funkstandard, mit dem ganz kurze Distanzen, Zentimeter nur, überbrückt werden können und der von neueren Smartphones beherrscht wird.

Impulsgeber

NFC ist keineswegs die einzige Technologie und das allein denkbare Verfahren, um einen Bezahlvorgang mit dem Handy abzuwickeln; und die Systemvielfalt gilt als einer der Hemmschuhe des Mobile Payments in Deutschland. NFC City Berlin setzt in dieser Frage nun ein Ausrufezeichen, denn es hat sich ein illustrer Kreis zusammengefunden, um das Mobile Payment im Allgemeinen und NFC als Technologie der Wahl im Besonderen zu fördern. Federführend ist die Kölner Organisation GS1 Germany, die von Handel und Industrie getragen wird und in deren Auftrag an effizienteren Wertschöpfungs- und Versorgungsketten arbeitet. Bei „NFC City Berlin“ sind von Handelsseite Galeria Kaufhof und Real (beide Metro Group), Kaiser’s, Obi (beide Tengelmann) sowie Rewe, Penny, Temma und Oh Angie (alle Rewe Group) mit von der Partie. Mit der Deutschen Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone engagieren sich zudem alle Betreiber von Mobilfunknetzen in Deutschland.

„Durch die Zusammenarbeit starker Handelspartner und aller Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland wird das Mobile Payment schnell weiter ausgebaut. Dabei ist NFC City Berlin ein wichtiger Impulsgeber für die Nutzung und Akzeptanz des mobilen Bezahlens bei den Verbrauchern hierzulande“, ist Alfons Lösing, Managing Director Wholesale and Partnering bei Telefónica, optimistisch.

gs1

Doppelt so viele Akzeptanzstellen

Über 2 000 Kassenterminals in gut 500 Berliner Märkten und Shops wurden hierfür in den letzten Wochen für Mobile Payment aufgerüstet. Damit verdoppelte sich die Zahl der Akzeptanzstellen in der Bundeshauptstadt. Als besonderen Anreiz erhalten Kunden, die bis Mitte Juni erstmals mit dem Smartphone in einer teilnehmenden Filiale zahlen, über ihren Mobilfunkanbieter eine Gutschrift von zehn Euro

. „Die beteiligten Unternehmen schaffen für unsere mobil vernetzten Kunden mit dem kontaktlosen Bezahlen per Smartphone ein weiteres modernes und bequemes Angebot, auf das Verlass ist. Damit zeigt sich Berlin für die eigenen Bürger, aber auch für seine internationalen Shoppingbesucher von seiner innovativen Seite“, sagt Torsten Kruse, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz. „Digitale Produkte und Services bereichern und vereinfachen zunehmend den Alltag der Kunden.“ Seines und die anderen teilnehmenden Geschäfte wird das neue „Zahl einfach mobil“-Logo kennzeichnen. Die Partner informieren ihre Kunden zudem über Flyer und Direktmailings sowie auf der Website www.zahl-einfachmobil. de über das mobile Bezahlen.

Auf das internationale, teilweise schon ans Mobile Payment gewöhnte Publikum in Berlin sowie die Experimentierfreude der Hauptstadtbewohner kommt es nun an.

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