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Gewinn nicht wie gewünscht

Die Hamburger Otto-Group wird wohl nach Medienberichten im laufenden Geschäftsjahr (Ende Februar) wesentliche Finanzziele verfehlen.

Die Probleme seien so gravierend, dass Vorstandschef Hans-Otto Schrader sich genötigt sah, nicht nur sein Management und die Otto-Banken, sondern Ende Oktober auch die Kernbelegschaft in Hamburg-Bramfeld zu informieren. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Bilanz. Er kündigte einen “deutlichen Gewinnrückgang” an. Zudem wird Schrader dass Unternehmen voraussichtlich länger führen als ursprünglich erwartet. Schraders Vertrag läuft 2016 aus, intern galt bislang Alexander Birken (50), im Vorstand für die Hauptmarke “Otto” zuständig, als Favorit für Schraders Nachfolge. Offenbar traut die Eigentümerfamilie nur dem amtierenden Unternehmenschef den Umbau des Handelshauses zu, zu dem die Versandmarken Baur und Manufactum, der Händler Sport-Scheck und die Spedition Hermes sowie der Finanzdienstleister Eos gehören.

Noch hofft Schrader auf ein gutes Weihnachtsgeschäft und ein übers Jahr gerechnet vergleichbares Umsatzplus wie 2013, als das Geschäftsvolumen um 3,3 Prozent auf Euro anstieg. Die Höhe des Vorjahresgewinns vor Zinsen und Steuern (392 Millionen Euro) aber wird das Unternehmen offenbar nicht erreichen. Die Gründe sind vielfältig: Bei der US-Möbelkette Crate & Barrel schrumpft der Ertrag, die Amerikaner haben zu lange nur aufs Ladengeschäft gesetzt; in Russland belasten Ukraine-Krise und Rubel-Schwäche das Geschäft. Eine größte Finanzlücke schwächt die französische Tochterfirma 3SI, die umstrukturiert werden muss. In Deutschland steht die Tochterfirma Sport-Scheck vor großen Herausforderungen: Die Investitionen in ein neues IT-System und weitere Geschäfte sind hoch. Die Finanzsparte und Hermes können die Rückgänge nicht ausgleichen.

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