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Wie die neueste Kids-Verbraucher-Analyse (KidsAV) zeigt, fesseln auch weiterhin gedruckte und digitale Inhalte den Nachwuchs.

Es gibt kaum einen Sechs- bis 13-Jährigen, der in der Freizeit nicht zumindest ab und zu Print-Produkte in die Hand nimmt: Konstante 96 Prozent (5,8 Mio.) beschäftigen sich mit Magazinen und 91 Prozent (5,5 Mio.) schmökern in Büchern. Darunter ist ein steigender Anteil, der als Freizeitaktivität angibt, sogar häufig zu lesen. Die 46 Kinderzeitschriften, die in der KidsVA abgefragt wurden, verfügen über eine große Leserschaft. Insgesamt erreichen diese Magazine regelmäßig 70,6 Prozent aller Sechs- bis 13-Jährigen (4,26 Mio.).

Interesse am Gedruckten besteht auch schon bei den Vorschülern. Laut Aussagen der Eltern greifen 87 Prozent der Vier- bis Fünfjährigen zu Zeitschriften und 85 Prozent zu Büchern – dies sind jeweils mehr als 1,1 Mio. Vorschüler. Die bei ihnen abgefragten 22 Kindermagazine – erhoben über die Eltern – erreichen insgesamt einen Anteil von 59 Prozent regelmäßigen Lesern (0,81 Mio.).

Ingo Höhn, Geschäftsleiter Egmont Ehapa Verlag: “Die Tendenz bei Kindermagazinen und Büchern bleibt erfreulich. Die Eltern erkennen die weiterhin wichtige Bedeutung des Lesens. Dabei spielen Kindermagazine eine große Rolle, wie die mehr als 5 Mio. regelmäßigen Leser ab vier Jahren zeigen.”

Nach Jahren stetigen Wachstums werden bei den neuen Medien zunehmend Sättigungstendenzen sichtbar. Bei Kindern ab sechs Jahren stagnieren die Werte beim Computerzugang mit 80 Prozent (4,8 Mio.) und der Internetnutzung mit 74 Prozent (4,5 Mio.) auf hohem Niveau. Allerdings nehmen die Nutzungsintensitäten besonders bei den Kindern ab zehn Jahren weiter zu und fast jeder zweite Nutzer ist inzwischen so gut wie jeden Tag online. Bei den Jüngsten im Alter von vier und fünf Jahren besitzen schon fast ein Viertel (23 Prozent) Computererfahrung und 14 Prozent kennen sich im Internet aus.

Erstmals wurde auch nach der neuen mobilen Gerätegeneration gefragt. Besitzen Kinder ein eigenes Handy (3,2 Mio.), handelt es sich bei 17 Prozent um ein Smartphone. Sind die Eltern Besitzer eines Smartphones, dürfen weitere 43 Prozent der Kinder hier gelegentlich das Gerät mitnutzen. Tablet-PC sind dagegen derzeit bei Kindern noch weit weniger verbreitet. Kaum ein Sechs- bis 13-Jähriger besitzt ein eigenes Tablet (1 Prozent) und die Verbreitung in den Haushalten ist mit 10 Prozent (0,6 Mio.) auch noch gering.

Ralf Bauer, Leiter Markt- und Mediaforschung Egmont Ehapa Verlag: “Kinder wollen möglichst schnell die neuesten technischen Geräte besitzen. Doch gerade beim Handy und aktuell beim Smartphone zeigt sich, dass die Eltern nicht sofort bereit sind, den Wünschen der Kinder nachzugeben. Lieber wird das elterliche Smartphone dem Kind zum Probieren und zum Zeitvertreib gelegentlich ausgeliehen.”

Während durch die neuen Mobilgeräte Online-Games überall verfügbar werden, geht der Besitz bei Handspielgeräten erstmals auf 68 Prozent (4,1 Mio.) zurück. Konstant bleibt dagegen der Besitz an Spielkonsolen, die in 4,2 Mio. Haushalten stehen (69 Prozent) und mehrheitlich der ganzen Familie Spielspaß bringen. Darüber hinaus findet sich klassisches Spielzeug weiterhin in großer Zahl in den Kinderzimmern und wird insbesondere von den Jüngeren gerne gewünscht.

Der Blick auf die Finanzen zeigt, dass die Eltern aktuell in der Lage sind, wieder mehr für ihre Kinder auszugeben – so steigen die Ausgaben für Bekleidung, Spielzeug und Handy und der Nachwuchs erhält mehr Taschengeld. Den Sechs- bis 13-Jährigen fließen monatlich im Schnitt 27,18 Euro zu. Dies ist eine Steigerung zum Vorjahr um fast 10 Prozent und bedeutet einen neuen Höchststand beim Taschengeld. Ebenfalls gab es mehr Geld zum Geburtstag, zu Weihnachten und zu Ostern. Insgesamt addieren sich die Geldgeschenke auf 210 Euro im Jahr, was ein Plus von 13 Euro zum Vorjahr bedeutet. Ebenso gehen Vorschulkinder nicht leer an den Feiertagen und ihrem Geburtstag aus. Bei ihnen summieren sich die Geldgeschenke bereits auf 167 Euro im Jahr. Bei mehr als der Hälfte der Vier- bis Fünfährigen (59 Prozent) kommt zudem ein erstes Taschengeld hinzu. Sie erhalten monatlich 14,26 Euro und streichen damit durchschnittlich 2 Euro mehr ein als im letzten Jahr. Das Geld landet in der Sparbüchse, auf dem Sparbuch oder wird vor allem für Süßes, Zeitschriften, Essen und Trinken unterwegs sowie Spielzeug ausgegeben.

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