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Aus der dunklen Ecke

Schnäppchen heißen sie, die Artikel zu redizierten Preisen. Nur leider sind sie oft Ladenhüter.

Sonderartikel sind keine Ladenhüter. Nur werden sie leider meist so präsentiert, dass der Kunde eher abgeschreckt als zum Kauf animiert wird. Deshalb ist es gerade bei preisreduzierten Artikeln wichtig, den Verkauf gut zu planen. Die ersten Gedanken sollten bereits in den Warenträger gesteckt werden. Ob Display, Ständer oder simpler Wühltisch: Wertig sollte der Warenträger auf jeden Fall sein, um trotz des reduzierten Preises ein Gefühl von Qualität der Ware zu vermitteln. Außerdem sollten sie an die verschiedenen Produkte individuell angepasst werden. „Besonders Stufentische haben sich bewährt, da sie sehr übersichtlich sind und gleichzeitig genügend Fläche haben“, sagt Yvonne Dauer vom Netzwerk Ladenbau. Auch Farben können entscheidende Highlights setzen und den Kunden auf Sonderpostenstrecken aufmerksam machen. Denn zum einen erregen Farben eine natürliche Aufmerksamkeit, zum anderen kommt eine farbliche Sortimentstrennung dem Kunden oft sehr e ntgegen. Um auf Rabatte und Aktionen hinzuweisen, eignen sich Signalfarben ganz besonders. Wenn Farben im Rest des Ladens eher spärlich eingesetzt werden, können sie Sonderverkaufsflächen besonders gezielt betonen.

Ein weiteres wichtiges Element ist Licht: Helle Bereiche ziehen erfahrungsgemäß den Kunden an. So können zum Beispiel Aktionszonen deutlich hervorgehoben werden, indem ihre Grundhelligkeit erhöht wird und die Farbe des Lichts von der des Umfeldes abweicht. Eine akzentuierte Beleuchtung ist eine subtile, aber sehr erfolgreiche Methode, um den Kunden unaufdringlich auf besondere Angebote hinzuweisen. Werden all diese Aspekte harmonisch kombiniert, braucht es nicht mehr viel, um erfolgreiche Sonderverkaufsflächen zu gestalten. Die Realität sieht jedoch meist anders aus. An Mitteln für stimmige Konzepte wird oft gespart, um diesen Missstand dann mit zahllosen Displays oder Plakaten zu kompensieren. Eine derartige Reizüberflutung erzeugt beim Kunden nicht nur Verwirrung, sondern vor allem auch Kaufunlust.

Weniger ist also oft mehr: Der Kunde wünscht sich klare, eindeutige Hinweise, die ihm das Einkaufen erleichtern und ihm hierbei auch aktuelle Angebote nicht vorenthalten. Präzise geplante Verkaufsflächen und eine auffällige aber gut strukturierte Warenpräsentation: Wenn Händler diese Grundlagen beachten, steht einem erfolgreichen Schnäppchenverkauf nichts mehr im Wege.?

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Markt

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